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Pöchlarn: Jahresmitgliederversammlung der FF Pöchlarn

In Summe waren dies 238 Einsätze (11 % mehr als 2015), welche wahrlich das gesamte Einsatzspektrum (Unfälle, Brände, Tierrettungen, Sturmschäden, Unwettereinsätze, Retten/Befreien von Menschen, Hilfeleistungen zu Wasser) umfassten.

        Vor 750 Jahren erhielt unsere Stadt das Stadtrecht – hiermit die drittälteste Stadt Österreichs und 605 Jahre später – 1872 - wurde die Freiwillige Feuerwehr Pöchlarn gegründet und tritt dieses Jahr in das 145. Jahr ihres Bestehens ein. Das Bewusstsein um einen organisierten Brandschutz war auf Grund zahlreicher Brandkatastrophen unserer Stadt schon früh ausgeprägt und hätte es nicht eine nutz- und sinnlose Diskussion um die Kompetenz zwischen Herrschaft und Kommune gegeben, hätte Pöchlarn bereits seit 1802 ein funktionierendes Feuerwehrwesen gehabt und wäre die älteste Feuerwehr in unserem Bundesland gewesen.

        Das abgelaufene Jahr war, seit es Aufzeichnungen über das Einsatzvolumen, ab dem Beginn der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts gibt, das zweitstärkste. Rechnerisch ergibt dies alle 1,5 Tage einen Einsatz zu welchem unsere Feuerwehrmitglieder alarmiert wurden.
        Im Detail aufgeschlüsselt waren dies zehn Brandeinsätze mit 150 eingesetzten Feuerwehrmitgliedern, welche 169 Stunden leisteten, 36 eingesetzten Fahrzeugen, die 590 Kilometer leisteten.
        Neun Fehlausrückungen, bei denen 114 Mann 40 Stunden tätig waren und 23 Fahrzeuge 76 Kilometer zurücklegten, sechs Brandsicherheitswachen mit 42 Mann und 143 geleisteten Stunden, dazu 22 gefahrene Kilometer mit neun Fahrzeugen.
        Das Gros waren 211 Technische Einsätze. 1153 Feuerwehrangehörige leisteten – oft unter widrigen Umständen und gefährlicher Einsatzlage1820 Stunden und die dazu benötigten 460 ausgerückten Einsatzfahrzeuge legten unfallfrei 6619 Kilometer zurück.

        In Summe waren dies 238 Einsätze (11 % mehr als 2015), welche wahrlich das gesamte Einsatzspektrum (Unfälle, Brände, Tierrettungen, Sturmschäden, Unwettereinsätze, Retten/Befreien von Menschen, Hilfeleistungen zu Wasser) umfassten. Selbstverständlich waren diese Leistungen für die Einsatzkräfte unentgeltlich und freiwillig und haben einmal mehr bewiesen, dass die solide Ausbildung und die fachliche Kompetenz auch unter schwierigen Bedingungen einen positiven Ablauf ermöglichten.

        Dies ist nur möglich, weil interne Ausbildung und Übungen, sowie Lehrgangsbesuche und auch die Teilnahme an Bewerben aktuelle und realitätsbezogene Formen des Feuerwehrdienstes sind.
        Die Summe aller Aktivitäten, dazu zählen auch Wartung, Instandhaltung, betrug im Jahr 2016 12836 Stunden – dies sind 1604,5 Arbeitstage zu acht Stunden. Womit bewiesen ist, dass unser System der Freiwilligkeit, gepaart mit der Verantwortung der Gesellschaft und dem Gemeinwesen gegenüber zu Recht von anderen Ländern, wo dies in unserer Form nicht gegeben ist, neidvoll betrachtet wird.

        Diese Leistungen können auch nur dann erbracht werden, wenn die Ausrüstung entsprechend ist. Passend zu unserer 145 Jahr Feier wird als Ersatz für das in die Jahre gekommen Rüstlöschfahrzeug ein neues HLF 3000 ausgeliefert werden. Die Kosten in Höhe von € 435.000 splitten sich in die Förderung des Landesfeuerwehrverbandes in Höhe von € 66.000,-, die ASFINAG zahlt € 28.000,-- dazu (zum Einsatzgebiet gehört auch die A 1 von Pöchlarn bis Ybbs und Pöchlarn bis Melk), € 291.000,-- werden von der Gemeinde übernommen und die Eigenleistung der Feuerwehr Pöchlarn betragen stolze € 50.000,--. Diese Gelder lukriert die Feuerwehr aus der Haussammlung, dem traditionellen Feuerwehrfest – auch gesellschaftlich hat die Feuerwehr sich immer eingebracht – den zu verrechnenden technischen Einsätzen und der Subvention durch die Stadtgemeinde.


        Die Lage unserer Stadt an der Donau bedingte, dass der Wasserdienst innerhalb der Feuerwehr einen besonders hohen Stellenwert hat. Diese engagierte Ausbildung wurde und wird durch Topplatzierungen bei den Bewerben honoriert. Beim Landeswasserwehrleistungsbewerb in Gossam holte Mathias Auer den Sieg und das goldene Leistungsabzeichen. Andreas Vollgruber und Thomas Stanek erreichten souverän das silberne Leistungsabzeichen und die Mannschaft belegte von 69 Startern den zweiten Platz.

        Sehr positiv entwickelt sich die Kooperation der Feuerwehrjugend von Krummnußbaum und Pöchlarn. Bei diversen Wissenstest und Erprobungen konnte die „Weiße Fahne“ aufgezogen werden. Bei der Mitgliederversammlung am 5. 1. 2017 im Feuerwehrhaus wurden zwei Neuzugänge zur Feuerwehrjugend – Michael Wippl und Fabian Gastecker – angelobt. Ebenso wurden Beförderungen ausgesprochen: Jaqueline Geiger und Nicole Winkler vom Probefeuerwehrmann zum Feuerwehrmann (bevor ein empörter Gendersturm losbricht, es sind dies die korrekten Dienstgradbezeichnungen), Johann Miehl vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister und Andreas Vollgruber vom Feuerwehrmann zum Löschmeister.

        Der Hausball der Freiwilligen Feuerwehr Pöchlarn ist am 18. Februar im Feuerwehrhaus. Alle sind herzlich willkommen.
        Am 5. Mai findet im Rahmen der 750 Jahr Feier in Pöchlarn der Sicherheitstag mit einer Übung und Fahrzeugschau statt und vom 4. bis 6. August das Feuerwehrfest in Brunn.

        Beim letzten Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung – Allfälliges – war passend die Alarmierung zum zweiten Einsatz dieses jungen Jahres.

        Die Freiwillige Feuerwehr Pöchlarn dankt allen, welche uns immer wieder materiell, finanziell und ideell unterstützen. Der Dank gilt auch der Stadtgemeinde Pöchlarn und jenen Unternehmen, welche den Wert und die Wichtigkeit eines wohl fundierten Feuerwehrwesens erkennen und dies honorieren.

        Allen unseren Mitbürgern wünschen wir ein gutes, erfolgreiches und erfülltes Jahr 2017.

        Günter Annerl, EVR

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