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Wasserdienst

Die Bezeichnung „Feuer- und Wasserwehr“, besonders bei Feuerwehren an der Donau, taucht schon sehr früh auf, in Sittendorf, Bezirk Krems, schon im Juni 1876.

    Nachdem der Dienst als Wasserwehr durch die Feuerpolizei-Ordnung für Niederösterreich ein gesetzlicher Auftrag war, wurde mit einer entsprechenden fachlichen Ausbildung für den Wasserwehrdienst begonnen. Es wurde daher in diesem Zusammenhang immer wieder auf die besondere Wichtigkeit der Wasserdienstausbildung hingewiesen, denn genau wie im Branddienst kann auch im Wasserdienst nur der wirkungsvolle Hilfe leisten, welcher über die notwendige Ausbildung, insbesondere im Fahren mit Zillen im strömenden Wasser verfügt.

    In den letzten Jahren haben die Feuerwehren auch im Wasserdienst neue Aufgaben erhalten. Da auf der Donau immer mehr Mineralöl und andere Schadstoffe transportiert werden, müssen die Feuerwehren mit Geräten zum Einfangen von Flüssigkeiten, die auf die Wasseroberfläche gelangen, ausgerüstet werden, sie erhalten Ölsperren und Ölabscheider. Immer öfter gelangen auch Heizöl und andere gefährliche Flüssigkeiten in das Wasser und drohen das Grundwasser zu verseuchen. In langen und schmutzigen Einsätzen müssen die Freiwilligen Feuerwehren Flüssigkeiten einfangen und Ufer reinigen.

    2007 wurden 5 Wasserdienst-Arbeitsgruppen eingerichtet:
    - Hochwasser-, Damm- und Objektschutz
    - Donaualarmplan
    - Löschgruppe am Boot
    - Bootskonzept
    - Ölwehr

    Damit wird der Wasserdienst auf eine breite Basis gestellt und alle Sachbearbeiter werden eingebunden. Dadurch wird deren Erfahrung und Wissen aus der Praxis im Wasserdienst für alle nutzbar gemacht.

    Seit 2008 wird an der Überarbeitung der Wasserdienstausbildung gearbeitet. Die Ausbildung wird auf 4 Hauptbereiche aufgeteilt: Zillenfahrer, Bootsausbildung, Hochwasserschutz und Ölwehr. Ein wesentlicher Punkt ist die Qualität der Ausbildung in den Bezirken, wo in Zukunft den Sachbearbeitern eine wesentliche Aufgabe bei der Qualitätssicherung zukommen wird.

    Derzeit steht den niederösterreichischen Feuerwehren eine umfangreiche Wasserdienstausrüstung zur Verfügung:
    - 20 A-BOOT 1. Generation (1977 – 1984)
    - 19 A-BOOT 2. Generation (2001 – 2006)
    - 2 A-BOOT 3. Generation (2008 – 2009)
    - 19 FRB (1998 – 2006)
    - 4 Spezialboote
    - 7 Motorzillen (1975 – 1977)
    - 22 Sonstige Boote
    - 11 Arbeitsplätten (2001 – 2005)
    - 241 Feuerwehrzillen
    - 5 Ölsperrenanhänger (1993 – 1998)

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