Schwerer LKW-Unfall mit Todesfolge

Einsatzdaten

Alarmierungsart: Sirene, Pager, Alarm-AppEinsatzort: A1 WestautobahnBeginn: 22.03.2024 um 00:55UhrEnde: 22.03.2024 um 11:00UhrMannschaft: 15 Mann/FrauEinsatzleiter: HBI T. Reiter, FF MelkEingesetzte Fahrzeuge: ZW-RLF-T, HLFA3, WLF-K, MTF-A, MTF, Einachsanhänger Einsatzkräfte: Feuerwehr Melk, Feuerwehr Amstetten, Feuerwehr St. Pölten, Rettung Rotes Kreuz Melk, Notarzthubschrauber Christophorus 2, Autobahnpolizei Melk, ASFINAG Ybbs/Donau, Rettungsdienst, Feuerwehr Spielberg-Pielach

10 Stunden Sperre der A1

Kurz vor 01:00 Uhr nachts am 22.03.2024 ereignete sich ein folgenschwerer Verkehrsunfall auf der A1 Westautobahn, Fahrtrichtung Salzburg, kurz nach Melk. Ein Sattelzug kollidierte mit 2 am Pannenstreifen abgestellten Schwertransportern, kam danach ins Schleudern und prallte mit voller Wucht gegen die Mittelbetonwand. In Folge des heftigen Aufpralls wurde die Fahrerkabine des Sattelzuges vom Fahrgestell gerissen. Der Beifahrer erlitt hierbei tödliche Verletzungen, der Lenker wurde unbestimmten Grades verletzt und konnte sogar noch die Fahrerkabine mit eigenen Kräften verlassen.

Infolge der Schwere des Unfalls wurden die örtlich Zuständige Feuerwehr Melk und zusätzlich die Feuerwehr Pöchlarn alarmiert. Zusätzlich zu den Feuerwehrkräften rückte ein Großaufgebot an Rettungskräften inklusive Notarzthubschrauber Christophorus 2 aus Krems Gneixendorf zur Einsatzstelle aus.

Da bereits während der Anfahrt eine Totalsperre der A1 vorlag, rückte ein Großteil der Feuerwehrfahrzeuge als „Geisterfahrer“ zur Unfallstelle vor.

Die Feuerwehrkräfte sahen sich auf der Einsatzstelle mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. So galt es neben der psychisch fordernden Bergung des Verstorbenen einen massiven Austritt von Treibstoff einzudämmen, welcher auch einen nahen gelegenen Fluss zu gefährden drohte. Das Ladegut des LKW musste Größtenteils händisch beseitigt werden und natürlich die Bergung der drei Schwerfahrzeuge.

Zur Koordination des schwierigen Einsatzes wurde zusätzlich die Feuerwehr Spielberg-Pielach mit dem Einsatzleitungsfahrzeug nachalarmiert. Für die Bergung der drei Schwerfahrzeuge wurde vom Einsatzleiter der FF Melk die Feuerwehr Großkräne der Feuerwehr Amstetten und Feuerwehr St. Pölten-Stadt nachalarmiert. Unterstützt wurde die Bergung zusätzlich vom Privatunternehmen Gotsmi GmbH, welcher mit einem Tiefladeanhänger den Abtransport der beschädigten Fahrzeuge übernahm.

Gegen 11 Uhr, also nach 10 Stunden Einsatzmarathon, konnten die Kräfte aus Pöchlarn den Einsatz beenden.

Fotos: DOKU Nö

Bericht NÖ Heute